Büchertipps:

MINI-SCHWEINE, Der erste Ratgeber, von Roland Rinderer, ISBN 3-8311-0737-8  ca. 12€                                         Kleines Taschenbüchlein, von einem erfahrenen Züchter geschrieben und Verlegt, beinhaltet all das was am Anfag wichtig ist, ideal zum Einstieg.

Minischweine, Haltung u. Pflege, von Elke Striowsky, Kosmos Verlag, ISBN 9-78340-12237-1 ca 15€                   Gebundenes Werk, reichlich bunt bebildert, sehr schön zu lesen, geht auch auf die Erziehung ein.

Schweine halten, von Beate u. Leopold Peitz, Ulmer Verlag, ISBN 9-783800-15361-9 ca. 30€                               Fundiertes Werk, 151 Seiten, es geht um das Schwein im allgemeinen, eher für den Züchter interessant.

Schweinekrankheiten, von Ernst Günther Hellwig, Ulmer Verlag, ISBN 9-782800-17336-5 ca. 20€                                 Sehr fachliches Buch, sehr informativ, wohl eher für Züchter gedacht, interessantes Nachschlagewerk für Medizinkundige.                            

                                                                 

 

Hilfreiche Links:

WWW.WILDSCHWEINE.NET

www.IGMinischwein-Forum.de

www.schweinefreunde.de

http://www.schweinefreunde.de/minischwein-abc/minischwein-haltung/minischwein-zuechter.htm

 

Fütterung der Minischweinchen:

Meine Tiere sind es gewohnt zwei mal am Tag gefüttert zu werden, morgens und abends.                                   Morgens: bokommen sie von mir (am Abend zuvor eingeweite) Rübenschnitzel, gemischt mit Ferkel Starter Futter (beides beziehe ich vom Raiffeisen Markt) und zwar zwei Teile Rübenschnitzel und einen Teil Ferkelfutter >>> etwa 170g Trockenmasse (gerechnet für ein Ferkelchen von 8 Wochen). Im groben gilt die Regel, Fütterung der Trockenmasse sollte 1,5-3,5% vom Gesamtgewicht des Schweinchens entsprechen.

Abends: füttere ich je nach Saison, entweder Grünfutter im Sommer, (am liebsten mögen sie Löwenzahn), oder im Herbst und Winter Karotten, Rote Beete, Kürbis, Zuchini, Kartoffeln, Äpfel.                                                  Vorsicht:zu viele Kohlenhydrate machen fett: gekochte Kartoffeln, Brot (nur in Maßen und trocken als Belohnung geben)                                                                                                                                          

Profifutter:                                                                                                                                                   

Es gibt einige Firmen die sich speziell auf die Ernährungsbedürfnisse von Minischweinen eingestellt haben, hierbei geht es insbesondere um die Fütterung der Minischweine in der Versuchstierhaltung (wo unser Minipig im eigentlichen herstammt). Dieses Futer ist ausgewogen und speziell auf den Bedarf der kleinen Grunzer abgestimmt, jedoch nicht ganz billig und es ist auch nicht so leicht dran zu kommen.                                       Dennoch folgend einige Hersteller:                                                                                                                 

Fa. Sniff www.ssniff.de                                                                                                                                   Fa. Garvo www.garvo.de                                                                                                                                 Fa. Altromin www.futtermonster.de                                                                                                                  Fa. Versele-Laga www.versele-laga.com                                                                                                           Fa. Rath www.futtermittel-rath.de                                                                   

Leckerlis:

Wer seinem Schweinchen etwas beibringen möchte, wird nicht drum herum kommen mit Leckerlis zu hantieren.  Es ist sehr wichtig dem Tier zu zeigen wenn es etwas richtig gemacht hat, nur so lernt es. Auch nicht ganz unwichtig ist ein kritisches Auge auf das Gewicht des Schweinchens, also wenn viel Leckerlis verfüttert wurden sollte man diese Quantum an der regulären Fressportion abziehen. Es empfiehlt sich ebenfalls sich immer bewusst zu machen was man dem Tier als "Extra" anbietet, so müssen es nicht immer (kalorienreiche) Nüsse, Rosinen oder Maisplätzchen sein, unser Minipig ist genau so froh mit kleinen Stücken trockenem Brot, Karottenscheiben oder vllt. kl. Apfelstückchen.                                                

Gefährliche Futtermittel:

Vorsicht diese Futtermittel können ihrem Schweinchen großen Schaden zu fügen, sogar Vergiftungen hervorrufen!

-Kartoffelkeime (enthalten Solanin)                                                                                                                -Lauchgewächse (NPropylsäure)                                                                                                                        -Schokolade (Teobromin)                                                                                                                                -Tomaten (Solanin)                                                                                                                                         -Gemüse (wirkt stark blähend) nur in kleinen Mengen füttern                                                                           -rohe Bohnen (Phasin)                                                                                                                                

 

 

 

 

Giftige Pflanzen:

Schweine sind von Natur aus sehr neugierige Tiere, es ist Vorsicht dabei geboten, mit welchen Pflanzen sie in berührung kommen können.

Hier eine Liste der Giftigten Pflanzen in unserem, bzw, im Umfeld der Schweinchen                                                   (es besteht dabei kein Anspruch auf Vollständigkeit)!

Bei Vergiftungserscheinungen unbedingt einen Tierarzt konsultieren!

+ = schwach giftig ++ = giftig +++ = sehr giftig

Zwiebel ++
Beim Genuss von Zwiebeln setzt eine Hämolyse ein. Das heisst, die roten Blutkörperchen beginnen zu platzen. Ausgelöst wird dieser Prozess durch Schwefelverbindungen, die verhindern, dass der Blutfarbstoff Hämoglobin Sauerstoff transportiert. Warum Zwiebeln für den menschlichen Organismus nicht tödlich sind, konnte bisher noch nicht ausreichend erforscht werden. Man nimmt jedoch an, dass schützende Moleküle dafür verantwortlich sind.
Avocado +++
Während für den Menschen das Fruchtfleisch eine Delikatesse darstellt, ist es für Tiere tödlich, ebenso der Fruchtkern.
Kakao +++
Das Getränk enthält Theobromin, ein Alkaloid, das mit dem Koffein verwandt ist. Wie beim Menschen wirkt der Stoff aufputschend. Allerdings können Schweine Theobromin weit langsamer abbauen als Menschen. Herzversagen ist die Folge. Eine Tafel Schokolade kann ein Schwein töten.
Kartoffel ++
Giftig sind nur die oberirdischen Teile und die Kartoffelkeime. Wenn Kartoffelknollen unter Licht gelagert werden, werden sie grün. Dann sind die Knollen auch giftig. Wie bei allen Nachtschattengewächsen kann der Genuss der als giftig beschriebenen Pflanzenteile zu Erbrechen und Durchfall führen. Bei schweren Vergiftungen sind Halluzinationen und Krämpfe möglich.
Schwarzer Holunder +
Vor allem Blätter, die frische Rinde und die unreifen Früchte sind schwach giftig. Die Blüten und reifen Früchte sind essbar. Nur bei Aufnahme grosser Mengen kommt es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Dieffenbachia, Schweigohr +++
Die Pflanze ist im Ganzen sehr giftig, ebenso das Blumenwasser. Es kommt zu Brennen, Blasenbildung, Anschwellen der Schleimhäute (bis zum Ersticken), vermehrten Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall. Dann Herzrhytmusstörungen, Krämpfe und Atemlähmung. Gelangt der Saft ins Auge, folgt verstärkter Tränenfluss, Lidkrämpfe und eine starke Bindehautentzündung.
Aloe ++
Die ganze Pflanze ist giftig. Es kann zu Darmblutungen, vermehrter Urinausscheidung, blutigem Urin, Gebährmutterblutungen, Magenentzündungen und Nierenreizung kommen.

Osterglocke, Gelbe Narzisse ++
Die ganze Pflanze, vorallem die Zwiebel ist giftig. Ebenso das Blumenwasser. Es kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Schock kommen.
Maiglöckchen +++
Die ganze Pflanze ist sehr stark giftig. Es kann zu Erbrechen, Durchfall, Krämpfen des Magen- Darmtraktes, Schwindel, Benommenheit, einer erhöhten Urinausscheidung, Blutdruckabfall und Herzrhytmusstörungen kommen.
Tabak +++
Die ganze Pflanze ist, mit Ausnahme der Samen, sehr stark giftig. Nikotin wirkt in niedrigen Dosen erregend, in hohen Dosen hemmend. Es kann zu Erbrechen, Durchfall, Zittern und Zuckungen, Bewusstlosigkeit, Atemnot und Kreislaufzusammenbruch kommen.
Fensterblatt, Zimmer-Philo. ++
Die ganze Pflanze, vor allem der Saft ist giftig. In den Blütenzapfen sollen kleine, nadelförmige Kristalle voehanden sein, die im Maul Verletzungen hervorrufen. Im Wurzelstock und in der übrigen Pflanze ist ein hautreizender Saft enthalten.
Weihnachtsstern, Adventsstern ++
Die ganze Pflanze ist giftig, vor allem der Milchsaft. Es kann zu Erbrechen, Durchfall, Schläfrigkeit, Bewusstseinsstörungen, Delirium, Krämpfe und Schock kommen. In der Literatur finden sich sehr viele widersprechende Angaben über die Giftigkeit der Pflanze. Möglicherweise ist die Gefährlichkeit durch den Standort der Pflanze bestimmt. Die Wirkungen können auch durch die Kultivierung verringert sein.
Lupine +++
Die Samen sind stark giftig. Von der eingenommenen Dosis hängt es ab, ob die Wirkstoffe eine erregende oder eine lähmende Wirkung auf das Zentralnervensystem haben. Es kann zu Erbrechen, vermehrten Speichelfluss, Schluchbeschwerden und Herzrhytmusstörungen kommen. Sehr selten sind Lähmungen und Krämpfe. Der Tod tritt bei vollem Bewusstsein durch Atemlähmung ein.
Buchsbaum +++
Alle Teile sind stark giftig, vor allem Rinde und Blätter. Es kann zu Erbrechen, Durchfall, Zittern, heftigen Krämpfen, erregende und dann lähmende Wirkung kommen.
Oleander +++
Die ganze Pflanze ist stark giftig. Es kann zu Erbrechen, Durchfall, Koliken (heftige Bauchschmerzen), Pupillenerweiterung, Herzrhytmusstörungen und Atemlähmung kommen. Der Tod tritt nach 2-3 Stunden durch Atemlähmung ein. Der Milchsaft soll sehr gefährlich sein, wenn er durch eine Wunde direkt in den Blutkreislauf gelangt.
Rizinus, Wunderbaum +++
Die Samen sind sehr stark giftig. Die Wirkung hängt vom Zerkauungszustand der wohlschmeckenden Samenkapseln ab. Vergiftungen werden nur bei intakter Samenkapsel überlebt. Die Vergiftung zeigt sich nach einer symptomfreien Zeit von ein paar Stunden bis zu zwei Tagen. Es kann zu blutigem Erbrechen, blutigem Durchfall, Koliken, Austrocknung, Krämpfen, reiswasserähnlichem Stuhl, vermehrten Speichelfluss, schweren Krämpfen, Herzrhytmusstörungen und Atemlähmung kommen. Der Tod tritt durch Atemlähmung ein.
Gelber Hahnenfuss, Butterblume +
Die ganze Pflanze, vor allem die Wurzel ist giftig. Es kann zu Erbrechen, Durchfällen (evtl. blutig), Erregung dann Lähmung, Atemnot und Kollaps kommen. Maul, Speiseröhre und Magen werden schwer gereizt.
Taxus, Eibe +++
Die ganze Pflanze ist, mit Ausnahme der roten, fleischigen Samenhülle, sehr giftig. Höchster Giftgehalt: Herbst und Winter. In der Regel kommt es 1-2 Stunden nach Einnahme zu Erbrechen Schwindel, Koliken, Krämpfen, erweiterten Pupillen und die Körpertemperatur sinkt ab. Der Tod tritt nach 1,5-24 Stunden durch Atemlähmung ein.
Fingerhut, Digitalis +++
Die ganze Pflanze ist sehr stark giftig. Es kommt schon nach 1-2 Stunden zu unstillbarem Erbrechen, Taumeln, Herzrhytmusstörungen. Der Tod tritt durch Herzstillstand ein.
Tollkirsche, Bella-Donna, Waldnachtschatten +++
Alle Pflanzenteile sind sehr stark giftig. Vergiftungen entstehen meisst durch den Genuss der wohlschmeckenden Beeren. Es kann zu erweiterten Pupillen, Erregung, Pulsbeschleunigung, unstillbarem Durst, Schluckbeschwerden, Bewegungsdrang, Schreien, Zittern, Schwanken, Fieber und Atemlähmung kommen.
Datura, Engelstrompete +++
Die ganze Pflanze, vor allem Wurzeln und Samen, sind sehr stark giftig. Es kann zu roter, heisser und trockener Haut kommen, Erbrechen, Unruhe, verstärkter Tränenfluss, Fieber, Krämpfe, Durst, Vermehrter Speichelfluss, lichtstarren Pupillen und Tobsuchtsanfällen kommen. Durch die heute eingeführten Zuchtformen kann die Giftigkeit vermindert oder ganz aufgehoben sein. Darüber gibt es noch keine Untersuchungen.
Bittersüsser Nachtschatten +++
Die ganze Pflanze ist stark giftig. Symptome wie bei Tollkirsche.
[ noch kein Foto vorhanden ]
Goldgelbe Alpenrose, Sibirische Alpenrose ++
Die ganze Pflanze ist giftig. Es kann zu Krämpfen, vermehrtem Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall und Lähmung der Atmung kommen.
Feld-Rittersporn ++
Alle Pflanzenteile, vor allem die Samen sind giftig. Es kann zu Erbrechen, Erregung, Krämpfen, Herzrhytmusstörungen und Atemlähmung kommen.
Schwarzer Nachtschatten, Schweinstod +++
Alle Teile der Pflanze sind stark giftig. Es kann zu Erbrechen, Durchfall, Benommenheit, Krämpfen, Herzrhytmusstörungen, Bewusstlosigkeit und Atemlähmung kommen.
Azalee +
Die ganze Pflanze ist giftig. In der Pflanze ist Acetylandromedol und Urolsäure, ein Triterpen, enthalten. Durch die verschiedenen Zuchtformen können die Inhaltsstoffe stark variieren. Es kann zu Erbrechen, Durchfall, Bewusstseinsstörungen und Krämpfen kommen. Auch der Genuss von Honig, der aus dem Nektar von Rhododendren gewonnen wird, kann Vergiftungen auslösen.

Adlerfarn (Pteridium aquilinum) +
Die ganze Pflanze ist giftig, besonders wenn sie noch jung ist.
Vergiftungssymptome sind blutiger Durchfall und blutiger Urin,
Muskelzuckungen, Krämpfe, Gangunsicherheiten, Überreaktionen des Immunsystems, Auftreten von allergischen Reaktionen wie Asthmaanfällen u.ä.

Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
Der Gemeine Wurmfarn ist eine Arzneipflanze. Extrakte der Pflanze finden Verwendung als Bandwurmmittel in der Tiermedizin.

Vergiftungserscheinungen vor allem durch Überdosierung der gepulverten Droge (z.B. bei einer Wurmkur):
- Übelkeit, Erbrechen, Leibschmerzen, Durchfälle
- Ohnmachtsanfälle, Sehstörungen, Steigerung der Reflexe
- Herzschwäche, Schädigung der Atmung
- bei schweren Vergiftungen: Tod durch Krämpfe oder durch Atemlähmung

Quellen: u.a. Ralf Rebmann



 

Minischweinchen und Hunde:

hier was zum schmunzeln: https://www.facebook.com/video.php?v=987603084587827

 

 

 

 

 

Konsequente und liebevolle Erziehung des Minischweinchens

Grundsätzlich ist zwischen der Erziehung und der Ausbildung unserer Schweinchen zu unterscheiden.           Die Erziehung regelt Umgangsformen, setzt Grenzen innerhalb der „Familie“.Bei der Ausbildung dieser intelligenten Tierchen geht es darum ihre Anlagen sinnvoll zu fordern und zu fördern.

Wichtige Erziehungsregeln:Grenzen setzten, aber richtig und konsequent

Bei der Erziehung ist es sehr wichtig, neben dem Verstärken (belohnen) von „erwünschtem“ Verhalten eben so großen Wert auf das Sanktionieren (bestrafen, z.b. durch Ignorieren) von „unerwünschtem“ Verhalten zu legen, z.b. wenn sich das Schweinchen nicht zu benehmen weiß.                                                                         Aber nicht alles lässt sich durch Ignorieren der Unarten ausgleichen, in der Ausbildung solle vorrangig Wert auf „Positive“ Verstärkung gelegt werden.Nach Möglichkeit solle den Tiere das Lernen durch Versuch und Irrtum ermöglicht werden, damit das Tier möglichst durch eigene Initiative zum Erfolg kommen kann.Es genügt dabei, gemachte Fehler zu ignorieren, erwünschtes Verhalten durch Lob und Belohnung zu „verstärken“.

Vorsicht vor Erziehungsfehlern!

Permanentes Füttern, ohne dass die Tiere etwas dafür tun müssen, führt oft in eine Falle.                             Schweine sind „fressgesteuert“, wenn sie sich das betteln erst mal angewöhnt haben, wird es sehr schwierig werden ihnen dies wieder abzugewöhnen.                                                                                                          Es kann sogar dazu kommen das es zu gefährlichen Situationen kommen kann, in denen das Schweinchen beißt, wenn es nicht bekommt wonach ihm ist.                                                                                                              Vor allem Kindern gegenüber kann dies eine große Gefahr darstellen, nicht zuletzt weil ein Schweinchen erstaunlich hoch springen, sehr entschlossen und gewichtig sein kann.

Kinder und die Erziehung von Minischweinchen

Kinder sollen nie in die Erziehung der Minischweine mit einbezogen werden!                                                  Sie sollten nicht versuchen die Tiere zu Maßregeln oder sich gegen sie durchzusetzen.                                                                                                                                               Kinder müssen außerhalb der Rangordnung stehen!                                                                                         Sie sollen von den Minischweinchen wohlwollend geduldet werden und dürfen niemals zur Konkurrenz werden.                                                                                                                                                        Denn sie haben gegen ein noch so kleines Minipig keine Chance.

Beißattacken beenden

Schreien sie das Schweinchen laut, mit böser Stimme an, oder sie können mit festem Griff hinter den Ohren, mit Daumen und Zeigefinger fixieren, so lassen sich Attacken üblich sehr erfolgreich abwehren, kann von Kindern allerdings nicht durchgeführt werden.                                                                                                  Will das Tier jemanden innerhalb der Wohnung beißen, bringen sie es sofort nach draußen, packen sie es, wenn es sein muss an den Ohren, schützen sie sich in der Not mit einem greifbaren Gegenstand.                        Das Tier muss unbedingt und mit aller Deutlichkeit lernen es dies nicht darf, schimpfen sie mit dem Schweinchen und lassen sie es nicht wieder ins Haus bis es sich vollends beruhigt hat.Es ist möglichst zu vermeiden „Gewalt“ anzuwenden, mit konsequentem Verhalten kommt man nicht nur weiter, es ermöglicht natürlich auch ein harmonischeres miteinander, Gewalt erzeugt immer Gegengewalt.Wenn es soweit ist, lassen sie es mit Versöhnung wieder ins Haus.

Die Klappermethode

Eine weitere Möglichkeit, unerwünschtes Verhalten zu unterbrechen, ist die Ablenkung.                                 Ein Bündel aneinander gebundene Dosendeckel bspw., in den Raum geworfen wenn das Schweinchen etwas unerlaubtes tut, wie z.b. Kabel oder Tapeten anfrisst, auf den Teppich pieselt wirkt oft Wunder.                   Wichtig dabei ist, dass die Schweinchen keine falschen Zusammenhänge Rückschließen, die Tiere sollen nicht sehen das der Mensch der Erzeuger dieses Geräusches ist, sie sollen vielmehr denken das ausschließlich ihr „Fehlverhalten“ diesen Krach auslöst und eine "Verknüpfung" herstellen.                                                                                                                                                                         Finden sie selbst heraus auf was ihr Tier am besten reagiert, geeignet ist ebenso das Geräusch eines Kartenspiels, ein lautes Pfeifen oder auf einen Drahtring aufgereihte Kronkorken.                                            Die Schweinchen werden erschrecken und augenblicklich mit dem verbotenen Verhalten aufhören.                    Sie denken das sie selbst dieses Geräusch verursacht haben, werden in Zukunft dieses Fehlverhalten vermeiden, somit wären sie konditioniert.                                                                                                                                                                                                               Diese Methode ist wesentlich effektiver als ein „Nein“ weil ihre Minis auch dann artig sein werden, wenn sie nicht zugegen sind.Rein theoretisch könnte dieses Geräusch nämlich auch dann kommen, wenn sie nicht in der Nähe sind.                                                                                                                                                         Die Schweinchen werden erschrecken und augenblicklich mit dem verbotenen Verhalten aufhören.Sie denken das sie selbst dieses Geräusch verursacht haben, werden in Zukunft dieses Fehlverhalten vermeiden, somit wären sie konditioniert.                                                                                                 Diese Methode ist wesentlich effektiver als ein „Nein“ weil ihre Minis auch dann artig sein werden, wenn sie nicht zugegen sind.Rein theoretisch könnte dieses Geräusch nämlich auch dann kommen, wenn sie nicht in der Nähe sind.

Die Wasserspritzmethode

Im Freien kann eine Kinderspritzpistole sehr hilfreich sein.                                                                    Im richtigen Moment ein gezielter Strahl mit kaltem Wasser hat schon manches Blumenbeet und manchen Rasen vor Verwüstung gerettet.

So werden Minis stubenrein

Obwohl Schweine von Natur aus sehr reinlich sind, müssen sie nach Ankunft in ihrem neuen Zuhause erst einmal lernen wo genau „hin zu machen“ ist.                                                                                           Wie bei allen jungen Tieren wird erst mal das ein oder andere Malheur zu erwarten sein.Zudem sollte klar sein das in Zukunft die Toilette für das Schwein „draußen“ ist, es wäre nicht artgerecht einem Mini, welches durchaus 20- 50 Kg (und mehr) schwer werden kann abzuverlangen ein leben lang in eine Katzentoilette, im Haus sein „Geschäft“ zu verrichten, zumal die Treffsicherheit mit zunehmender Größe nachlässt.

Die ersten Tage

Lassen sie den kleinen Racker nicht in einem Zimmer übernachten, in dem ein Teppich liegt!                  Der weiche Untergrund animiert geradezu, kleine Hinterlassenschaften in eine Zimmerecke zu legen. Küche, Bad und Flur sind dafür besser geeignete Räumlichkeiten.Bieten sie, weit vom Körbchen entfernt, ein Katzenklo an, welches mit mehreren lagen Zeitungspapier ausgelegt ist.                          Finden sie dennoch „Hinterlassenschaften“ vor, so bringen sie diese -mit dem Schweinchen gemeinsam- zur Katzentoilette und setzten sie das Schweinchen in die selbige.Im Stall funktioniert dies übrigens ähnlich, verbringen sie den Kot in die gewünschte Ecke, zum gewünschten Platz im Stall, achten sie darauf die Exkremente stets nur auf diesem, dafür vorgesehenen Platz zu sammeln.                                Ihre Schweinchen werden sich schnell angewöhnen nur auf diesen, bestimmten Platz zu „machen“, das Schwein will von Natur aus „nicht“ in seine eigenen Exkremente treten müssen.                                        Im Haus, wird dem Ferkelchen gezeigt das es das Katzenklo ist, das Zeitungspapier mit dem es ausgelegt ist, was angesteuert werden soll.                                                                                              Das Papier kann man sich derart zu nutze machen, indem man es (nach Tagen) an einen Ort ihrer Wahl verbringt, bspw. in den Garten, so kann sich das Tier an die neue Schweinetoilette gewöhnen. Spätestens nach ein paar Tagen ist ihr Minischweinchen stubenrein.

Clickertraining mit Minischweinchen

Wer mit Minischweinen arbeitet und ihnen verschiedene Kunststücke beibringen möchte, sollte wissen, wie Tiere lernen, leben, denken und fühlen.Ein Blick in die Natur kann hierbei helfen.                                Das Leben eines Wildschweines unterliegt einem Rhythmus, der geprägt ist von Schlaf- und Ruhephasen, aber auch ausgedehnten Streifzügen zur Nahrungssuche, rund neun Stunden täglich ist ein Schwein mit letzterem beschäftigt.                                                                                                              Sein Magen ist daran gewöhnt, ständig in kleinen Mengen Futter aufzunehmen.                                       Deshalb sind Ratschläge, wie man sie von manch einem Hundetrainer hören kann, die Tiere vor dem Üben hungern zu lassen, nicht nur herzlos, sondern im Falle des Schweines sogar ungesund und kontraproduktiv.                                                                                                                                          Für das Tier wäre es eine große körperliche wie auch psychische Belastung.Auch heißt das arbeiten mit dem Clicker, freiwilliges arbeiten, arbeiten das Halter und Tier Spaß machen soll.                                    Das Clickern soll die Tier-Mensch-Beziehung verbessern, bedingt freiwilliges, freudiges Arbeiten ohne Zwänge.                                                                                                                                                           Und Hungern ist ein Zwang!                                                                                                                        Durch Versuch und Irrtum lernen die Tiere in freier Natur zu überleben, sie lernen Erfolgsorientiert.  Eine Handlung die sich nicht lohnt, wird nicht wiederholt.                                                                          Das Clickertraining ermöglicht eine harmonische Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier.Schweine fühlen sich nur dann wohl, wenn sie ihrer Intelligenz entsprechend gefördert und gefordert werden, sie langweilen sich schnell und werden unzufrieden.

Die Vorteile des Clickertrainings

Schweine werden niemals müde, neue Ideen zu präsentieren.                                                                      Das Clickertrainig ist eine wunderbare Möglichkeit, ihnen Lernen wie in der Natur zu bieten.               Versuch, Erfolg und Irrtum, all das gehört zum Alltag eines jeden Wildschweines.                                 Es ist keine Spielerei, schon gar keine Spinnerei, den herausragenden Geist dieser intelligenten Tiere zu beschäftigen.                                                                                                                                              Das Clickertrainig dient nicht nur unserem Amüsement, sondern hilft den Tieren ihre Langeweile sinnvoll zu überwinden, sich sinnvoll zu beschäftigen, Verhaltensstörungen vorzubeugen.                       So manche Beißerei ließ sich durch das Clickern erfolgreich verhindern, so manches Schwein hat sich nach großem Stressaufkommen auf diese Weise wieder beruhigen lassen.                                              Die Ausbildung mit dem Clicker wirkt sich positiv auf die Erziehung, das allgemeine Miteinander aus.       Es wird akzeptiert, das der Mensch bestimmt, was die Schweinchen zu tun und zu lassen haben.          Das Verhältnis zu ihren Schweinchen wird von gegenseitiger Achtung, Liebe und Vertrauen geprägt sein, wenn sie auf diese Art und weise mit ihren Tieren arbeiten.

Clickern mit dem Knackfrosch

Klar sein sollte das unser Clickergeräusch positiv besetzt sein muss, das Tierchen muss eine Verbindung herstellen können >das habe ich richtig gemacht >Clickergeräusch, das positive Verhalten wird von uns akustisch „belohnt“, mit dem immer genau gleichen Ton.                                                       Selbstverständlich kann unser individuelles Verhalten, unsere Stimmung >schlechte Laune den Clicker „übertünchen“.                                                                                                                                            Wir sollten darauf achten ausschließlich mit positivem Verstärken zu arbeiten (Lob, Belohnung...)                                                                                                                                                 Durch Schreien, Schimpfen oder gar Schlagen erreichen wir lediglich ein Vermeidungsverhalten, um einer strafe zu entgehen.                                                                                                                           Aber wehe, wenn Herrchen oder Frauchen nicht in der Nähe ist!Dann wird eben doch die Tapete aufgefressen oder die Topfpflanzen zertrampelt.                                                                                    Im Schlimmsten Fall zerstören harte Strafen dauerhaft das vertrauen zwischen Mensch und Tier.                                                                                                                                                            Für einen kurzfristigen „Erziehungserfolg“ ist dieser Preis zu hoch!

Das Clickerspiel

Weil das Clickern ein Versprechen auf Belohnung ist fehlen uns nun nur noch Leckereien, diese bitte nur füttern wenn geclickt wird.                                                                                                                            Es eignen sich dafür z.b.: trockenes Brot (Stückchen), Pellets oder Leckerlis aus dem Futterhandel, so wie stückig geschnittenes Obst oder Gemüse.                                                                                              Ich bereite meine Leckereien nach einem persönlichen Rezept zu:                                                          gekochte Kartoffeln, auch Kartoffelschalen im noch warmen Zustand mit Schrot oder Haferflocken verkneten, daraus forme ich Taler ähnliche, etwa zwei Euro große Stücke und lasse sie auf der Heizung oder am Kaminofen trocknen.                                                                                                                         Für diese „Knulli-Bullies“, wie ich diese Taler nenne, würden meine Schweinchen fast alles tun :-)        Nun braucht es erstmal etwas Geduld, mit Clicker und Belohnung bewaffnet sollen die Tiere nun beobachtet werden.                                                                                                                                    Bringen sie eine erwünschte Verhaltensweise an den Tag, muss sofort geklickt und belohnt werden, sie werden sehen wie schnell ihre Tierchen Lernen und wie viel Spaß und Freude es bereitet mit ihnen zu arbeiten.                                                                                                                                                          Wichtig ist es allerdings, dass sie Leckereien nur noch als Belohnung verfüttern und diese dann auch von der Tagesration abziehen.                                                                                                                    Zeigt das Schweinchen nicht das gewünschte Verhalten, gilt es auszuharren, es wird nicht geclickt!

Ein Beispiel:

Das Ferkelchen soll von seinem Auslauf zurück in den Stall kommen, geht es in die richtige Richtung wird geclickt und belohnt, wendet es sich wieder ab wird dementsprechend nicht geclickt, bewegt es sich auf die Stalltür zu wird geclickt und belohnt.                                                                                     Gibt man dem Tier Zeit und vor allem Ruhe, wird man schnell beobachten können wie es auf diesem Weg -sprichwörtlich- zum Ziel kommt.                                                                                                       Um so häufiger man solche Spielchen mit seinem Mini macht, um so eher wird es verstehen was genau man von ihm erwartet.                                                                                                                                Ganz wichtig ist es aber, das der Clicker an der richtigen Stelle zum Einsatz kommt, sie müssen schnell und punktgenau reagieren und aufpassen das sie nicht der falschen Stelle clicken, es ist das A und O des Clickertrainings.                                                                                                                                       Sie sollten anfangs mit jedem Tier einzeln arbeiten, setzen sie den Clicker nur zur Belohnung ein, nicht um bspw ein Schweinchen zu sich zu locken o.ä., es würde den Clicker unbrauchbar machen.                        Zeigen sie nun ihrem Tier das es eine „unweigerliche“ Verbindung des clickens mit der Belohnung gibt, d.h. Click > Belohnung, Click > Belohnung usw. auch dies wird ihr Schweinchen sehr schnell verstanden haben.                                                                                                                                                       Wiederholen sie das schnell so oft, bis bis das Schwein sie erwartungsvoll anschaut, wenn es den Click hört, oder bereits nach dem Leckerchen sucht.                                                                                         Dann hat es verstanden, dass nach dem Click immer eine Belohnung folgt.

Das erste Kunststück

Am leichtesten fällt es den Tieren den Einstieg über das Berühren eines Gegenstandes (Ball, o.ä.)       zu finden.                                                                                                                                                     Z.b. erwünschtes Verhalten = anschubsen des Balls > jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung wird geclickt und belohnt.                                                                                                            Sie werden erstaunt sein wie schnell der Ball nicht nur berührt, sondern auch gekullert wird.              Üben sie etwa eine Minute, dann machen sie eine Minute Pause!                                                               Hören sie immer dann auf, wenn die Übung richtig war, nie wenn das Schwein einen Fehler gemacht hat.                                                                                                                                                               Belohnen sie den letzten Schritt mit dem so genannten Jackpot, d.h. Das Tier bekommt ein paar Leckerchen mehr als zuvor.                                                                                                                        Beenden sie die Arbeit immer mit einem freundlichen „Vorbei!“ und nehmen sie den Ball weg.               Das Schwein würde sonst weiterspielen und nicht verstehen können warum es jetzt kein Lob mehr bekommt.                                                                                                                                                     Nach der Pause machen sie das Schweinchen mit den selben Worten wieder aufmerksam wie zuvor und dann fängt das Spiel wieder von vorne an.                                                                                                     Wenn diese Übung sitzt, können sie anfangen Hör- oder Sichtzeichen einzuführen.                                 Sagen sie z.b. kurz bevor das Schweinchen den Ball mit dem Rüssel berührt „Touch!“.                            Ab jetzt bekommt es nur noch den Click und die Belohnung, wenn wenn sie zuvor das Hörzeichen gesagt haben.                                                                                                                                                             Jedes andere Berühren des Balls wird ignoriert.                                                                                       Sie brauchen keine Angst zu haben, dass sie nun immer den Clicker anwenden, oder ständig mit Leckerlis bestechen müssen.                                                                                                                      Die Belohnung wird schrittweise variabel eingesetzt.                                                                               Mal gibt es beim dritten richtigen Versuch, mal beim fünften, mal wieder beim ersten die Belohnung, bitte keinem Schema folgen, so schleichen sie die Belohnung aus, das Schweinchen wird das erwünschte Verhalten jetzt auch „umsonst“ zeigen.

Kleine Tricks die Mensch und Schweinchen Spaß machen

Durch einen Stofftunnel laufen

Im Spielwarenhandel können sie solche Stoff- oder Krabbeltunnel -eigentlich für Kinder gedacht- kaufen.                                                                                                                                                         Legen sie nun den Tunnel im Raum aus, günstig wenn dieser Raum ansonsten recht reizfrei ist, nicht viel Ablenkung bietet,                                                                                                                                           Ihr Mini wird schnell wissen wollen was es mit diesem seltsamen „Ding“ auf sich hat und schon kann es los gehen.                                                                                                                                                     im folgenden wird Click und Belohnung mit C und B abgekürzt:

Es schaut hin > C und B

Es geht in die Richtung > C und B

Es berührt ihn > C und B

Es stuppst an ihm > C und B

Es ist irritiert, berührt ihn dennoch aber wieder > C und B

Dem Schweinchen darf auch mal geholfen werden, z.b. in dem sie ein Leckerli in den Tunnel werfen.

Es steckt vorsichtig den Rüssel hinein > C und B

Es geht einen Schritt hinein > C und B

Clicken sie bei jedem Schritt den das Tier vorwärts geht

den letzten Click gibt’s wenn ihr Mini den Tunnel erfolgreich durchquert hat. Geschafft!                       Erleichternde Übung: lassen sie ihr Schweinchen erstmal durch einen Reifen steigen, man kann diese Übungen auch mit dem freiwilligen einsteigen in die Transport Box verknüpfen, wenn der nächste Tierarztbesuch ansteht werden sie sich darüber freuen können.                                                             Es gibt viele, weitere Übungen die denkbar sind, wie z.b.:

-Schaumstoffwürfel kullern

-Glocke läuten

-Korb tragen

-Sitz, Platz, Liegen, Männchen machen...

-Target-Training, dabei wird das Tier darauf konditioniert mit dem Rüssel einem Stab, den sie führen zu folgen.

Berührt es den Stab > C und B

folgt es dem Stab > C und B

So lässt sich ihr Schweinchen, mit den Target Stab, direktiv führen und auf versch. Ziele aufmerksam machen.                                                                                                                                                            Es wird nicht lange dauern und das Minischweinchen wird dem Stab überall hin folgen, im Slalom, Kurven oder rückwärts laufen.

Tipp:

Beobachten sie ihre Tiere gut, haben sie vor allem viel Geduld, gehen sie kleine Schritte und seien sie einfühlsam.                                                                                                                                             Scheuen sie sich nicht auch mal einen Schritt zurück zu gehen!                                                                 Das schöne an dieser Methode ist ja -sie können immer wieder von vorne beginnen, es muss weder Stress noch Angst bei dem Tier entstehen, (was den Erfolg im übrigen nur schmälern würde).               Setzten sie weder das Schweinchen, noch sich selbst unter Erfolgsdruck!                                              Suchen sie mögliche Fehler immer zuerst bei sich selbst!                                                                         Denken sie daran, dass Clickern kein Wettbewerb ist, sondern sie ihre Minischweine sinnvoll damit beschäftigen wollen.                                                                                                                                    Haben Sie einfach Spaß dabei!


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